Goldene Meister – 2026.05.07

Goldene Meister feiern 50 Jahre Meistertitel – Wiedersehen der FSAO74 in Jena

Nicht nur Paare feiern eine Goldene Hochzeit – auch im Handwerk gibt es ein besonderes Jubiläum: den Goldenen Meisterbrief. Genau dieses seltene Ereignis führte am 5. Mai 2026 die Absolventinnen und Absolventen der Fachschule für Augenoptik 1974 (FSAO74) in Jena zusammen. Ihr Meisterabschluss aus dem Juli 1976 jährte sich zum 50. Mal – ein Anlass, der mit großer Freude, vielen Erinnerungen und herzlichen Begegnungen gefeiert wurde. Organisiert wurde das Jahrgangstreffen von Herrn Thomas Bazant, der es schaffte, ehemalige Mitschülerinnen und Mitschüler aus zahlreichen Regionen Deutschlands nach Jena zu holen. Nicht allen war die Teilnahme noch möglich, umso wertvoller war das Wiedersehen für die Anwesenden.

Am Nachmittag besuchte die Gruppe die Fachschule für Augenoptik „Hermann Pistor“, die heute im Staatlichen Berufsbildenden Schulzentrum Jena-Göschwitz beheimatet ist. Die neuen Räumlichkeiten boten einen spannenden Einblick in die moderne Ausbildung.

Der Besuch des ehemaligen Schulgebäudes am Carl‑Zeiss‑Platz war hingegen nicht möglich – dort entsteht derzeit das neue DOM – Deutsches Optisches Museum. Ein geschichtsträchtiger Ort, denn die 1917 gegründete Fachschule gilt als älteste Bildungsstätte ihrer Art weltweit. Einer ihrer prägenden Lehrer, Hermann Pistor, stellte – ähnlich wie zuvor Ernst Abbe in der Mikroskopie – die Augenoptik erstmals auf wissenschaftliche Grundlagen.

Am Abend setzte sich das Programm im JemBo‑Park fort. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Handwerkskammer für Ostthüringen wurde der besondere Anlass gewürdigt. Herr Uwe Baum, Abteilungsleiter der Fachschule, richtete herzliche Grußworte an die Jubilare. Anschließend überreichte Herr Udo Ritter von der HWK die Goldenen Meisterbriefe – für viele eine unerwartete und umso bewegendere Überraschung. Bei gutem Essen, Getränken und Musik aus „damals und heute“ klang der Abend in fröhlicher Atmosphäre aus. Es wurde gelacht, getanzt, erzählt – und vor allem gefeiert, was die Meisterinnen und Meister über ein halbes Jahrhundert hinweg beruflich und menschlich geleistet haben.

Eine rundum gelungene Veranstaltung, die allen Beteiligten sichtbar Freude bereitete und die Verbundenheit eines besonderen Jahrgangs eindrucksvoll zeigte.

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