Die Klassen BGB24, MTR24a und MTR24b setzten sich im Rahmen des mehrtägigen Projekts „Arbeit und Verantwortung“ mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und der Verfolgung von Andersdenkenden in der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Die Schüler*innen und Auszubildenden beschäftigten sich dabei mit der Etablierung der NS-Diktatur sowie dem industriellen Massenmord.
Den Kern des Projekts bildete eine ganztägige Exkursion zum Erinnerungsort Topf & Söhne in Erfurt. Während der NS-Zeit stellte das Familienunternehmen Topf & Söhne Verbrennungsöfen unter anderem für Auschwitz und Buchenwald her und entwickelte zudem die Be- und Entlüftungsanlagen für die Gaskammern in Auschwitz. Am Erinnerungsort lernten die Schüler*innen und Auszubildenden die Geschichte des Unternehmens kennen und setzten sich intensiv mit den Motiven für die Zusammenarbeit mit der SS auseinander. Dabei wurde auch die Frage nach der Verantwortung einzelner Mitarbeitenden sowie der Unternehmensleitung ausführlich diskutiert.
Besonders positiv wurde der Workshop am Erinnerungsort wahrgenommen. Die Auszubildenden empfanden ihn als interessant, anschaulich und ansprechend gestaltet. Vor allem die Arbeit mit historischen Dokumenten sowie der forschende Zugang hinterließen in den Klassen einen bleibenden Eindruck und weckten weiteres Interesse. In der Nachbereitung der Exkursion wurde zudem der Transfer in die Gegenwart hergestellt. Dabei standen Fragen im Mittelpunkt, wie wir uns in unseren eigenen Lebensbereichen gegen unmoralisches Handeln einsetzen können und was es dafür braucht.
Das Projekt wurde im Rahmen des Vorhabens JMD Respekt Coaches durchgeführt. Das Programm JMD Respekt Coaches unter dem Motto „Lass uns reden! Reden bringt Respekt.“ wird am Standort Jena vom Jugendmigrationsdienst des AWO RV Mitte-West-Thüringen e.V. getragen und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Ein herzliches Dankeschön an @respektcoaches_jena
Text: L. Foos







