Berlin – Berlin – wir waren in Berlin – 2026.08.2026

Unter dem Motto „Demokratie hautnah – Bildungsfahrt nach Berlin“ ging die AO24a gemeinsam mit Frau Franzke (Klassenlehrerin) und Frau Foos (Mitarbeiterin im Bundesprogramm Respekt Coaches) auf eine dreitägige Exkursion (31.08.-02.09.26) nach Berlin.
Am ersten Tag stand zunächst auf dem Programm ein Spaziergang durch das Regierungsviertel und das Zentrum Berlins. Dabei erhielten die Schüler*innen einen anschaulichen Einblick in die politischen Zentren Deutschlands und konnten schon einige Sehenswürdigkeiten entdecken. Beim Besuch des Bundestages gewannen die Schüler*innen einen vertieften Einblick in das Reichstagsgebäude und sammelten im Rahmen einer Führung Eindrücke von der Archetektur, der Kunst, der Geschichte, der politischen Prozesse etc.

Der zweite Tag begann mit dem Workshop „Erlebte Geschichte(n) – Flüchtlinge und Vertriebene als Zeitzeugen“ im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung. Innerhalb von zweieinhalb Stunden setzten sich die Schüler*innen mit der Vertreibung ab 1945, dem Krieg in Jugoslawien und Vietnam auseinander. Der Workshop regte dazu an, über Kriegsfolgen, Identität, Vorurteile und gesellschaftliches Miteinander nachzudenken. Den Abschluss des zweiten Tages bildete eine Führung durch die Sehitlik Moschee. Dabei erfuhren wir viel über die Religion Islam, die Archetektur der Moschee, die Gebetspraxis und philosophierten über tiefgreifende Themen der Schöpfung. Zudem wurde uns die Möglichkeit gegeben beim Gebet mitzuschauen und im Anschluss Fragen zu stellen.
Bevor es am dritten Tag wieder zurück nach Thüringen ging besuchte die Schulklasse die Notunterkunft für obdachlose Menschen der Berliner Stadtmission. Dort beschäftigten sich die Schüler*innen mit den Themen Armut und Obdachlosigkeit. Dabei setzten sich die Schüler*innen mit den Gründen auseinander, die zu Obdachlosigkeit führen können. Auch wurde dem nachgegangen, wie das Leben auf der Straße aussieht und mit welchen Herausforderungen obdachlose Menschen konfrontiert sind. Resümierend hielten wir fest, wie wichtig ein respektvoller und wertschätzender Umgang mit Betroffenen ist. Besonders bewegend war der Einblick in die Arbeit der Notübernachtung, der die gesellschaftliche Relevanz des Themas noch einmal unterstrich. Die Bildungsfahrt bot viele wichtige Eindrücke und verband politische, historische und soziale Bildung auf anschauliche Weise.

Das Projekt wurde im Rahmen des Vorhabens JMD Respekt Coaches durchgeführt. Das Programm JMD Respekt Coaches unter dem Motto „Lass uns reden! Reden bringt Respekt.“ wird am Standort Jena vom Jugendmigrationsdienst des AWO RV Mitte-West-Thüringen e.V. getragen und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Ein herzliches Dankeschön an @respektcoaches_jena

Text: L.Foos

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.