Was wird mit den Containern? – 2026.01.21

Aktuelle Entwicklungen am SBSZ Jena‑Göschwitz: Was der OTZ‑Artikel offenlegt

Das Berufsschulzentrum Jena‑Göschwitz steht seit Jahren vor besonderen räumlichen Herausforderungen – und der jüngste Bericht der OTZ (Ausgabe vom 21.01.2026 – Lokalteil von Jena), verfasst von Katja Dörn, macht deutlich, wie komplex die Situation rund um Haus 3 und die Containeranlage tatsächlich ist. Für unsere Schulgemeinschaft lohnt sich ein genauer Blick auf die wichtigsten Erkenntnisse. Ende 2019 wurden am SBSZ provisorische Unterrichtsräume in Form einer Containeranlage eingerichtet. Ursprünglich war vorgesehen, diese nur fünf bis sechs Jahre zu nutzen. Doch inzwischen ist klar: Die Container bleiben voraussichtlich noch mindestens drei weitere Jahre bestehen.

Die Anlage umfasst zwei Etagen mit acht Klassenräumen und zwei Mehrzweckräumen. Sie ist technisch gut ausgestattet – inklusive Heizung, Klimaanlage und Sanitäranlagen. Dennoch ersetzt sie das gesperrte Haus 3 nicht vollständig, denn dort fehlen weiterhin nutzbare Flächen.

Mit rund 1600 Schülerinnen und Schülern stößt das SBSZ damit weiterhin an räumliche Grenzen. Obwohl Haus 3 seit etwa drei Jahren wieder eingeschränkt nutzbar ist, wird es derzeit nicht vom SBSZ selbst genutzt. Stattdessen dient es als Ausweichquartier für die Staatliche Berufsbildende Schule für Gesundheit und Soziales („Mefa“), die aufgrund ihres Wachstums dringend zusätzliche Räume benötigte. Der vordere Gebäudeteil wurde dafür notdürftig hergerichtet: Brandschutzmaßnahmen wurden nachgerüstet. Unterricht ist dort möglich – allerdings auf einem niedrigen baulichen Standard. Der hintere Gebäudeteil bleibt weiterhin gesperrt, da Fluchtwege fehlen.

Erst wenn die Mefa-Schülerinnen und -Schüler ausziehen, kann die Sanierung von Haus 3 beginnen. Wann das sein wird, ist jedoch offen. Ein zentrales Problem: Es gibt derzeit keine geeigneten Ersatzräume in Jena. Die Goetheschule, lange Zeit Zwischenquartier für viele Schulsanierungen, ist inzwischen denkmalgeschützt und nicht mehr nutzbar. Für die Mefa-Schüler ist noch kein neuer Standort festgelegt. Ohne Ausweichquartier kann Haus 3 nicht saniert werden.

Der kommunale Immobilienbetrieb (KIJ) betont, dass aktuell „alles auf dem Prüfstand“ steht – von der Schulnetzplanung bis zu möglichen Neubauten. In Projektsteckbriefen existieren bereits Überlegungen für die Zukunft des SBSZ‑Geländes: Abriss alter DDR‑Baracken:
– Neubau für Techniklager und Hausmeisterbereich
– Umgestaltung der Außenanlagen

Doch all diese Ideen sind bislang nicht im Wirtschaftsplan verankert. Die Sanierung von Haus 3 allein könnte 20 bis 25 Millionen Euro kosten – ein erheblicher finanzieller Kraftakt. Für unsere Schulgemeinschaft heißt das: Die Container bleiben vorerst Teil unseres Alltags. Eine grundlegende Sanierung von Haus 3 ist weiterhin geplant, aber zeitlich nicht absehbar. Die Stadt Jena und der KIJ müssen zentrale Entscheidungen zur Schulentwicklung treffen, bevor es weitergehen kann.

Trotz aller Herausforderungen zeigt der Artikel auch: Die Verantwortlichen sind sich der Bedeutung des SBSZ bewusst und arbeiten an Lösungen – auch wenn diese Zeit brauchen.

 

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