Wir haben schon mehrfach über Polarlichter berichtet und auch auf unserer Seite die Entstehung erklärt (hier klickst Du dazu), aber was gestern passiert ist, ist bisher unübertroffen.
Spektakuläres Polarlicht über Jena: Eine Nacht, die in Erinnerung bleibt
In der Nacht von Montag, dem 19. Januar, auf Dienstag, den 20. Januar, erlebte Jena ein Himmelsereignis, das in dieser Intensität kaum jemand hierzulande je gesehen hat. Zwischen 22 und 23 Uhr erreichte das Polarlicht seinen Höhepunkt und verwandelte den Himmel über der Stadt in ein farbgewaltiges Schauspiel.
Ein Farbenspiel wie im hohen Norden
Besonders auffällig waren die zahlreichen grünen Streifen, die sich teils von Nord nach Süd über den Himmel zogen. Solche Erscheinungen kennt man sonst fast ausschließlich aus dem Norden Skandinaviens. Doch in dieser Nacht leuchteten sie klar und deutlich über Thüringen – und das nicht nur im Norden. Beobachtungen berichten von Polarlichtern in allen Himmelsrichtungen, teilweise sogar deutlich südlich des Zenits.
Flackernde „Nebelwölkchen“ über den Köpfen
Direkt über den Beobachterinnen und Beobachtern zeigten sich zudem faszinierende, scheinbar wolkenartige Strukturen. Diese „Nebelwölkchen“ wirkten, als würden sie mit einem Lichtschalter ein- und ausgeschaltet: Sie leuchteten auf, verschwanden, tauchten wieder auf – ein rhythmisches, fast mystisches Pulsieren am Nachthimmel.
Intensives Rot über dem Grün
Über den grünen Streifen waren kräftige rote Lichtbänder zu sehen, die dem Himmel zusätzliche Tiefe und Dramatik verliehen. Die Kombination aus Grün und Rot sorgte für ein außergewöhnlich intensives Farbspektrum, das selbst erfahrene Polarlichtbeobachter ins Staunen versetzte.
Ein Ereignis gegen jede Vorhersage
Besonders erstaunlich: Die offiziellen Polarlichtvorhersagen zeigten lediglich einen schwachen Aktivitätsraum über Nordskandinavien. Dass ausgerechnet und ausschließlich Ostdeutschland – und hier vor allem der Raum Jena – eine derart eindrucksvolle Erscheinung erleben konnte, war völlig unerwartet.
Ein seltenes Spektakel in unseren Breiten
Die Stärke und Helligkeit der Lichter waren sensationell – „phänomenal“, „übelst krass“, „sensationell“, wie es viele Beobachter beschrieben. In unseren Breitengraden sind Polarlichter zwar nicht unmöglich, doch in dieser Intensität treten sie nur äußerst selten auf. Einziger Unterschied zu den klassischen Beobachtungen im hohen Norden: Die Strukturen wirkten hier etwas weicher und weniger scharf ausgeprägt.
Diese außergewöhnliche Nacht wird vielen Menschen in und um Jena noch lange in Erinnerung bleiben. Ein Naturereignis, das zeigt, wie überraschend und überwältigend unser Himmel sein kann – selbst weit entfernt von den Polarkreisen.











